Osterturnier – Chronik

Am Ende des 20. Jahrhunderts saßen zwei Fußballverrückte im Sportcasino auf dem Sportplatz Walter-Felsenstein-Straße zusammen und stellten fest, dass im E-Jugendbereich im Verein und im Bezirk wenig passierte.
Das Pfingstturnier für D-Jugend des FC NORDOST Berlin (damals noch Marzahner SV) ging in seine 13. Runde und Ostern trieb sich im E-Bereich alles auf Berliner „Einzelturnieren“ rum … wenn man ein Turnier ins Leben ruft und wenn man versucht daraus ein „traditionelles“ „Internationales Pfingst- oder Osterturnier“ zu machen… !?
Der Fragen gab es viele, hin und her, der Erfahrene stachelte den anderen an und aus Ideen und Vorstellungen wurde am 10. Juni 2000 das erste (noch genannt) Pfingstturnier von Anfang mit vielen fleißigen Helfern an ausgestattet, begann die Ära der schon traditionellen E-Turniere des FC NORDOST Berlin (ehemals Marzahner SV). An diesem heißen und sonnigen Junitag wurde das neue Turnier auf dem Sportplatz Wittenberger Straße noch mit drei Mannschaften aus dem Bezirk gespielt. Der allererste Turniersieger war dann auch noch der Veranstalter Marzahner SV.
Im Jahr darauf führten wir das Turnier schon mit 10 Mannschaften durch – mit MOSM Tychy (Polen) und MTSV Olympia Neumünster aus Schleswig-Holstein hatten wir jetzt Mannschaften mit internationalen und nationalen Flair gewinnen können. Durch die Verleihung des Sepp-Herberger-Preises an den Verein im Jahr 2000 wurde uns die Ehre zuteil, dieses Turnier in Sepp´s Sinne zu gestalten. Die 1. Vertretung des Gastgebers, Neumünster, die zweite Mannschaft des FC NORDOST und Tychy belegten am Ende die Plätze 1 bis 4.
Noch einmal sammelten wir Erfahrung mit der Ausrichtung eines 10er Turnieres – nach Absage einiger nationaler und internationaler Vereine blieben die Berliner Anno 2002 unter sich und der FC NORDOST gewann den Wanderpokal vor dem VfB Lichterfelde und Lichtenberg 47.
Zum vierten (endlich auch offiziell so genannten) Osterturnier konnten wir 2003 auf den Sportplatz Walter-Felsenstein-Straße laden. Das Turnier sollte mit 16 Mannschaften durchgeführt werden, in der Woche vor Turnierbeginn sagten mit den unterschiedlichsten Gründen sieben Verein ab. Mit dem nachgemeldeten TSV Rudow waren es neun Teams, die sich dem Kampf um den Wanderpokal stellten. Bei diesem Turnier zog der 1. FC Union Berlin unbeirrt seine Kreise und belegte am Ende Platz 1 mit dem beachtlichen Ergebnis von 24 Punkten und 45:1 Toren in 8 Spielen vor dem FC NORDOST Berlin und dem MTSV Olympia Neumünster.
Am 09.04.2004 wurde das 5. Osterturnier eröffnet. Das auf 20 Mannschaften ausgedehnte Turnier wurde trotz Absage bzw. Nichterscheinen dreier Mannschaften sowie dem Fernbleiben des NFC Rot-Weiß am zweiten Turniertag ein voller Erfolg. Die Vereine aus Polen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin schwärmten von der Durchführung, der Ausstattung, der Herzlichkeit sowie der Hingabe mit der das Turnier ausgerichtet wurde. Dies äußerte sich in vielen Gesprächen die während des Turniers und auch danach stattfanden. Uns erreichten noch nach dem Turnier viele Danksagungen. Im Sportlichen lief es für die Vertretungen des Veranstalters nicht besonders gut. Die Erste belegte Platz 7 und die Zweite landete auf Platz 10. Turniersieger wurde nach einem Remis in der regulären Spielzeit des Endspiels und anschließendem Neunmeterschießen Lichtenberg 47 vor dem VfB Lichterfelde und Olympia Neumünster.
Erstmals mit 24 Mannschaften sollte das Turnier im Jahre 2005 ausgetragen werden. Allerdings schrumpfte das Teilnehmerfeld durch eine kurzfristige Absage sowie dem Nichtantreten von Lichtenberg 47, obwohl sie ihre Turnierunterlagen schon abgeholt hatten, auf 22 Mannschaften. Dabei konnte zum Osterturnier erstmals mit DUSSH Pragmatica eine Mannschaft aus Russland begrüßt werden. Dominiert haben das Turnier die Berliner Mannschaften. So kamen alle vier Halbfinalteilnehmer aus der Hauptstadt. Dort setzten sich der SC Charlottenburg und der 1. FC Union Berlin gegen Tasmania Gropiusstadt 73 bzw. den 1. FC Lübars durch. Den Turniersieg sicherte sich schließlich der SC Charlottenburg durch einen 2:0-Erfolg über die Köpenicker.
Ein Jahr später wiederholte der SC Charlottenburg seinen Triumph. Im diesmal mit 32 Mannschaften besetzten Turnier setzten sich die Charlottenburger im Finale gegen die Ukrainer von Tschernomorez Odessa mit 1:0 durch. Dritter wurde der SV Empor Berlin nach einem Sieg im Neunmeterschießen im kleinen Finale gegen den Greifswalder SV 04.
Im Jahr 2007 verhinderte der Lichtenrader BC den dritten Erfolg in Folge des SC Charlottenburg. Der LBC setzte sich im Finale mit 2:0 gegen den SCC durch und trug sich damit erstmals in die Siegerliste ein. Tennis Borussia sicherte sich im Spiel um Platz 3 eben diesen durch einen 2:1-Sieg gegen Concordia Hamburg. Mehr als enttäuschend präsentierten sich die drei Mannschaften des Gastgebers. Beim am Ende mit 25 Mannschaften stattfindenden 8. Osterturnier belegten die Teams des FC NORDOST Berlin die letzten Plätze.
Aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen stand bei der 9. Auflage im Jahr 2008 nur der Kunstrasenplatz auf dem Sportplatz Walter-Felsenstein-Straße zur Verfügung. Im 24 Mannschaften umfassenden Teilnehmerfeld dominierten die Ungarn von Kiskunmajsa FC. Sie setzten sich im Finale gegen Wacker Gladbeck mit 2:0 durch. Den dritten Platz sicherte sich Eintracht Mahlsdorf, die im kleinen Finale gegen den FC NORDOST Berlin I mit 5:2 die Oberhand behielten.
Beim mit 29 Teams besetzten Turnier im Jahr 2009 setzte sich erstmals der LFC Berlin durch. Die Lichterfelder benötigten allerdings gegen die Hamburger vom Eimsbütteler TV das Neunmeterschießen, welches sie mit 3:2 für sich entscheiden konnten. Dritter wurde der TSV Rudow mit einem 2:1-Erfolg im kleinen Finale über den SV Planegg-Krailing.
Auch im jahr 2010 blieb der Wanderpokal wieder in Berlin. Im mit 28 Mannschaften besetzten Teilnehmerfeld (erstmals war auch eine dänische Mannschaft am Start) setzte sich der Vorjahresdritte TSV Rudow im Finale gegen Türkiyemspor mit 1:0 durch. Den dritten Platz sicherte sich überraschend SDUShOR-5 Kaliningrad aus Russland, die im kleinen Finale ebenfalls mit 1:0 gegen den Wuppertaler SV Borussia gewannen.
In einem sportlich hochwertigen Turnier im Jahre 2011 nahm mit Werder Bremen erstmals eine Mannschaft aus der Bundesliga an unserem Turnier teil. Im Finale standen jedoch erneut zwei Berliner Teams. Dort setzte sich der LFC Berlin in einem spannenden Finale gegen den BFC Dynamo mit 1:0 durch. Hessen Kassel sicherte sich den dritten Platz. Im kleinen Finale bezwangen sie die erste Mannschaft des 1. FC Mönchengladbach mit 2:0.
Seinen Titel verteidigen konnte der LFC Berlin im Jahr 2012. Gegen den TSV Neu-Ulm setzten sich die Lichterfelder mit 3:1 durch. Ebenfalls 3:1 gewann Eintracht Schwerin das Spiel um Platz 3 gegen den FC Memmingen I.
Vom harten und langen Winter war das Osterturnier 2013 geprägt. So sorgte erneuter Schneefall einen Tag vor der Austragung des Turniers fast für den Ausfall. Doch zahlreiche Helfer befreiten den Platz jedoch von den Schneemassen, so dass das Turnier doch stattfinden konnte. Jedoch sagten aufgrund der Wetterkapriolen einen Tag vor dem Turnier drei Mannschaften ab. Damit ging das Turnier nur mit 21 Teams und nur auf dem Kunstrasenplatz über die Bühne. Am Ende setzte sich der SFC Stern 1900 erstmals durch. Gegen den VfB Hermsdorf gewann man nach torloser regulärer Spielzeit mit 2:1 nach Neunmeterschießen. Den dritten Platz sicherte sich die JSG ACN, die mit 1:0 gegen den SC Langenhagen gewann. Mit drei Teams nahm der Gastgeber teil, der die Plätze 15, 18 und 21 belegte.
Mit 23 Mannschaften startete die 15. Auflage des Osterturniers im Jahr 2014, bei der sich souverän Türkiyemspor Berlin den Titel sicherte. Im Finale schlug man den BFC Dynamo mit 4:0. Dritter wurde der 1. FC Mönchengladbach II vor Energie Cottbus. Getrübt wurde der 2. Turniertag vom Nichtantritt des Titelverteidigers SFC Stern 1900 (entschuldigt) und von Tasmania 73 (unentschuldigt) sowie vom vorzeitigen Verlassen des Turniers vom SV Norden Nordwest.
Erstmals ohne Berliner Beteiligung verlief das Halbfinale im Jahr 2015. Gar ohne deutsche Beteiligung fand das Finale statt. Dort trafen die Finnen von JJK Jyväskylä I auf die Dänen von Herning Fremad. Durch einen 4:3-Erfolg nach Neunmeterschießen ging der Pott erstmals nach Dänemark. Der TSV Grünwald (Bayern) sicherte sich den 3. Platz vor dem 1. FC Magdeburg.
Der 17. Auflage drückte Hertha BSC Berlin seinen Stempel auf. So marschierte der Bundesligist durch das Turnier und hatte nur im Halbfinale gegen den Eimsbüttler TV Probleme, wo man sich dann aber im Neunmeterschießen durchsetzte. Im reinen Berliner Finale schlug man dann Tennis Borussia mit 1:0. Dritter wurde Soccer for Kids aus Dresden (Sachsen).